Erholsamer Schlaf – so einfach kann es sein

Der Mensch verschläft ungefähr ein Drittel seines Lebens. Für den menschlichen Körper ist erholsamer Schlaf belangreich. Nachts reparieren Wachstumshormone abgenütztes Gewebe, Körperzellen erholen sich und Stresshormone klingen ab. Während der Nacht bilden sich Abwehrzellen, die das Immunsystem stärken. Kürzlich wahrgenommene Eindrücke werden im Schlaf intensiv verarbeitet und die Erlebnisse vom Tag ordnen sich besser im Gehirn.
Ist es richtig, dass der Schlaf vor Mitternacht erholsamer ist und acht Stunden schlafen vollkommen ausreichen? Was ist förderlich, damit man besser einschläft und was hindert uns beim Einschlafen? Wir bringen Licht ins Dunkel und informieren hier ausführlich.

Unser Grundbedürfnis ist der Schlaf

Der Schlaf geleitet uns durchs ganze Leben. Schlafen wir schlecht, merken wir, wie sehr wir den Schlaf brauchen. Wir benötigen ihn zum Kräfte sammeln, zur seelischen und körperlichen Erholung. Wiederholter Schlafmangel raubt uns unsere Kondition und Energien. Während der Nachtruhe verringern sich Atmung, Herztätigkeit und Blutdruck. Die Körpertemperatur, Bewegung sowie Muskelaktivität werden weniger. Die Bandscheiben unserer Wirbelsäule nehmen nachts Flüssigkeiten mit wichtigen Nährstoffen auf und erholen sich von den Strapazen des Tages.

Die meisten Personen benötigen sieben oder acht Stunden Schlaf, das ist ganz verschieden. Es gibt Langschläfer mit zirka neun Stunden und Kurzschläfer, die nur fünf bis sechs Stunden schlafen.
Wir schlafen in vier bis fünf Schlafphasen, wobei eine Schlafphase durchschnittlich 90 Minuten dauert. In der ersten Hälfte der Nacht schlafen wir im Tiefschlaf danach folgen leichterer Schlaf und Traumschlaf.
Dieser erquickende Schlaf ist eine unerlässliche Voraussetzung für unsere Gesundheit, darauf können wir nicht verzichten.

Die innere Uhr regelt unseren Schlaf

Unsere innere Uhr gibt uns einen Tag- und Nachtrhythmus an, an den wir uns meistens halten. Dann sind wir morgens gestärkt, ausgeruht, ausgeglichen und wachen morgens rechtzeitig auf. Übertreiben wir es und leben entgegengesetzt zu unserem Rhythmus, sind wir unausgeschlafen, übermüdet und fühlen uns schlapp. Ab und zu weniger schlafen überstehen wir schon, aber es darf nicht zur Normalität werden.
Wer liebt nicht seinen Mittagsschlaf? Ein kleines Nickerchen zwischen 13 und 14 Uhr steigert fühlbar die Konzentrationsfähigkeit. Wer ausgiebiger schläft, fühlt sich oft müder als vorher. Darum sollte die Ruhepause 30 Minuten nicht übersteigen.

Auch im Schlaf bewegen wir uns

Ein Schlafender ändert ungefähr 40- bis 60-mal seine Liegeposition. In keiner bleibt er längere Zeit liegen, aber jede einzelne entspannt den Körper auf ihre Weise. Bewegt er sich jedoch unverhältnismäßig oft, spricht man vom unruhigen Schlaf. Ein schlechtes Bett zwingt zu mehr Bewegung oder dämmt sie ein:

  • Ein hartes oder kaltes Bett regt dauernd zum Wechseln der Haltung an.
  • Das zu weiche Bett zwingt den Schläfer zu weniger Bewegung, für das Umdrehen wird zu viel Kraft benötigt.

Ein gutes Bett und eine gut unterstützende Matratze erlauben unverfälschte Bewegungen und fördern den erholsamen Schlaf..

Entspannt besser einschlafen

Für den erholsamen Schlaf ist das bequeme Bett entscheidend. Die perfekte Schlafqualität beweist sich, wenn wir gut schlafen und morgens hellwach und gut erholt sind. Zahlreiche Einflüsse beeinflussen gutes oder schlechtes Schlafen.

  • persönliche Lebensweisen und Verhalten,
  • körperliche und seelische Konstitution
  • Gesundheit oder Krankheit
  • Belastung oder Entspannung in Privatleben und Beruf
  • Umwelteinflüsse innen und außen
  • Schlafraum und Bett

Wir können allerdings etwas dagegen unternehmen. Falls wir mit Rückenschmerzen aufwachen und uns kaputt und zerschlagen fühlen, wird es Zeit, sich Gedanken übers eigene Bett zu machen:

  • Wann wurde es zuletzt erneuert?
  • Haben Matratze und Federung nachgelassen und
  • sind sie den eigenen Bedürfnissen angepasst?

Für das eine Drittel unseres Lebens, das wir „verschlafen“, lohnt es sich, unser Bett rechtzeitig zu erneuern. Eine maßgebliche Voraussetzung und äußerst wichtig für unser Wohlergehen ist erholsamer Schlaf.

Das bestmögliche Klima im Schlafraum

Einige Menschen können am besten bei 15 °C schlafen, andere fühlen sich bei einer Zimmertemperatur von 22 °C pudelwohl. Die Diskussion mancher Paare um Raumtemperaturen ruht mit unterschiedlichen Ausstattungen des Bettzeugs. Zum guten nächtlichen Raumklima gehört eine angenehme Luftfeuchtigkeit von 50 %.

Ein Schlafritual lässt besser schlafen

Ein abendliches Schlafritual gibt Möglichkeiten für Entspannung vom Tag. Hier die wichtigsten Regeln:

  • nicht zu spät und leicht Abendessen
  • einen beruhigenden Schlaftrunk nehmen
  • spazieren gehen und abends entspannen,
  • Musik hören, spielen oder lesen,
  • immer auf gleiche Weise Hygiene und Schlafvorbereitungen erledigen –
  • zur gleichen Uhrzeit schlafen gehen

Licht und Lärm, Stress und Belastungen können den Schlaf stören

An Lärm gewöhnt man sich, meint mancher, der an Hauptverkehrsstraßen lebt. Doch dieser Schlaf ist erheblich gestört und nicht erholsam. Hier helfen Jalousien vor Fenstern oder lichtundurchlässige Vorhänge.

Fazit

Der Mensch lernt recht früh sein individuelles Schlafmaß kennen und versucht es möglichst einzuhalten, damit er leistungsfähig bleibt. Falsche Schlafgewohnheiten oder äußere Störfaktoren sind oftmals Ursachen für Schlafstörungen.