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Wahre Verkünder des grünen Goldes

oder wie aus der Kernölstraße die Ölspur wurde

Er gilt als „Vater der Ölspur“, Bürgermeister und Ölmühlenbetreiber Gernot Becwar. Wir baten anlässlich des zehnjährigen Jubiläums zum Interview.
Wie sollen wir Sie bezeichnen, Herr Becwar?
GERNOT BECWAR: (lacht) Die Namen, die man mir gegeben hat, reichen vom Ölspurbaron bis zum ganz einfachen Ölscheich.
Vor 10 Jahren schlug der Ölspur die Geburtsstunde. Hatten Sie keine Angst auf diesem Titel auszurutschen?
BECWAR: Es war wichtig nicht auszurutschen, denn es wurde ziemlich viel Schilcher getrunken. Und dann ist die Kernölstraße zur Ölspur geworden. Zum Glück hatte ich gescheite Freunde, die offen sagten: „Du Depp, nicht schon wieder eine Straße!“ Und dann hat ein junges Mädchen Ölspur gesagt. Alle haben wir gelacht. Aber unser Grafiker hatte bereits begonnen, den fahrenden Kürbis zu entwerfen. Inzwischen lachen wir schon, wenn im Verkehrsfunk durchgegeben wird „Achtung Ölspur“, weil steirische Moderatoren zuweilen anfügen, dass es sich um eine richtige Ölspur und nicht die Kernölspur handle. Das ist der Beweis, dass sie eine Marke geworden ist. Eine geschützte, wohlgemerkt.
Fiel nie die Anmerkung Schnapsidee?
BECWAR: Gerade am Anfang sehr oft. Für mich war immer klar, dass man das nicht alleine machen kann. Am Anfang waren es sechs Gemeinden, jetzt sind es zehn und bald werden es elf sein, Frauental steht vor der Tür. Mein Ziel ist es, dass alle 40 Gemeinden des Bezirkes auf der Ölspur unterwegs sind. Ich wollte ja die Ölspur über die ganze Steiermark fließen lassen, denn es bestand natürlich ein großer Neid. Zum Teil gibt es ihn heute noch, wenn es in der Ost- oder Südsteiermark heißt: Wir haben die Kürbisse und ihr habt die Ölspur. Ich muss schon sagen, die wahren Verkünder des grünen Goldes waren die Aktiven der Ölspur. Vor zehn Jahren hat man in keinem Gasthaus Kürbisspezialitäten bekommen, in der Zwischenzeit wird der Kürbis von Vorarlberg bis ins Burgenland in Haubenrestaurants kredenzt. Alle Spitzenköche scharren sich um den Kürbis, er ist kreativer geworden.
Beim Start hat man Visionen um nicht zu sagen Illusionen. Hat es viele Abstriche gegeben?
BECWAR: Der letzte Abstrich war 2007, als wir das Kulturfestival nicht zugesprochen bekamen. Von der ersten Stunde an war es unsere Vision und das war auch niedergeschrieben, dass es im Bezirk eine Landesausstellung geben soll. Wir haben zehn Jahre darauf hingearbeitet. Ich bin ehrlich, bei mir selbst ist die Luft draußen. Aber ich hoffe weiter, dass wir es auf Initiative der Ölspur schaffen, unsere Träume in die Wirklichkeit umzusetzen. Schließlich vereinigen wir die
drei K, nämlich Kunst, Kultur und Kulinarik.
Was war für Sie rückblickend die größte positive Überraschung?BECWAR: In Wien beim Steirerfest antwortete eine Besucherin auf die Frage ob sie wisse, wo die Weststeiermark ist: „Ja ich war schon in Judenburg.“ Erst beim Stichwort Ölspur, kam es wie aus der Pistole geschossen: „Ja, die kenn ich wohl, Deutschlandsberg, Stainz, Rassach.“
Wenn Sie noch einmal an den Start könnten, was würden Sie anders machen?
BECWAR: Eigentlich nichts. Es war von Anfang an ein großes Glück, liebe, tüchtige Leute rund um mich zu haben. Vor allem Manfred Werner, der als perfekter Begleiter mitgeholfen hat. Es hat immer alles gepasst, ob Veranstaltungen oder Partner wie die Wirte und die Ölmühlen. Mit gleicher Begeisterung und gleichen Zielen, das war schon toll. Es ist gar nicht so einfach. Wirte zu einen, ist schon schwierig, aber Bürgermeister dazu zu bringen, das gleiche zu tun, das ist schon eine tolle Sache. Unser letzter Auftritt bei den kürbinarischen Wochen in der alten Universität in Graz war ein Beweis dafür.
Wie würden Sie einem fremden Gast in zwei kurzen Sätzen erklären, was hinter der Ölspur steckt?
BECWAR: Auf der Ölspur rutscht man nicht aus, sondern man erlebt etwas. Und man spürt eine Symbiose zwischen Schilcher und Kernöl, die einmalig ist.
Abschließend: Was werden Sie Ihren Nachfolgern einmal ins Stammbuch schreiben?
BECWAR: Bleib bodenständig und ehrlich, der Gast soll König sein, Kaiser bleiben wir selbst.

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Köstliche Bürger-
initiative.
Die "Kürbinarischen Wochen"
sind eine sanfte, wohl-
schmeckende Bürgerinitiative.
Jeder Feinschmecker
zählt...
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  Highlights

Royal Garden Jazz Band
Veranstaltungsdauer:
17. 5. 2005
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Tag der offenen Kernölpressen
Veranstaltungsdauer:
17. 5. 2008
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Frühlingsausstellung
Veranstaltungsdauer:
24. 5. 2008 - 25. 5. 2008
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